Haben Sie schon einmal den Begriff „Sonnerie Au Passage“ gehört?
„Sonnerie Au Passage“ ist ein französischer Begriff, der eine Komplikation in der Uhrmacherei beschreibt. Auf Türkisch bedeutet er „Klingeln während der Passage“. Die Aussprache lautet „Soneri o pasaj“.
Mechanische Uhren mit Tonwiedergabe erfreuen sich bei Liebhabern mechanischer Uhren großer Beliebtheit. Auch wenn sie unerschwinglich sind, ist die Minutenrepetition ein Paradebeispiel. Die Sonnerie Au Passage ist zwar eine High-End-Komplikation, aber auch erschwinglich und in günstigeren Uhren zu finden als die Minutenrepetition.

Die Sonnerie Au Passage ist eine Zusatzfunktion eines Uhrwerks. Der Hauptzweck dieser Komplikation besteht darin, stündlich ein Glockenspiel abzugeben. Es mag Sie nicht überraschen, dies bei Uhren wie der G-Shock zu sehen, da es sich um eine digitale Struktur handelt. Betrachtet man jedoch eine Struktur aus winzigen Komponenten, kann das Glockenspiel als schönes Beispiel für Mikrotechnik interpretiert werden.
Uhren mit der Komplikation „Sonnerie au Passage“ verfügen üblicherweise über einen Knopf. Mit diesem Knopf lässt sich die Funktion aktivieren oder deaktivieren. Der Klang ist ein leiser, einzelner Ton. Christopher Ward, eine in letzter Zeit beliebte Mikro-Marke, verwendet diese Funktion beispielsweise bei ihrem Modell Bel Canto. GPH-ErweiterungDiese Komplikation wurde mit dem Grand Prix d’Horlogerie de Genève ausgezeichnet und erlangte dadurch wieder größere Bekanntheit. Neben CW finden Sie diese Komplikation auch in Uhren der Marke MeisterSinger. Über den untenstehenden Link können Sie sich die Funktionsweise ansehen. https://www.youtube.com/shorts/ejYODlcsGJY
Ich beende diesen Artikel mit einem schönen Zitat von Mike France, Mitbegründer und CEO von Christopher Ward:
Die Menschheit hat noch kein präziseres und besser gestaltetes Stück Mikrotechnik hervorgebracht als eine Armbanduhr.